An den Grenzen des Sichtbaren

An den Grenzen des Sichtbaren

Der Osnabrücker Weinhändler VanWeins präsentiert vom 07. bis 31. Mai eine Benefizausstellung meiner Arbeiten in Kooperation mit dem Verein der Freunde von ZONTA International e. V. und dem Zonta Club Osnabrück. Zu sehen sind neue Bilder aus den Jahren 2021 und 2022, wie beispielsweise das oben abgebildete Farbfeld „Empowerment“ (Eitempera auf Leinwand, 120×140, 2022).

Alle Einnahmen fließen in das Projekt Ending Child Marriage (Zonta International) und in die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück.

In einem Künstler:innengespräch zur Ausstellungseröffnung am 07.05.2022 um 18:00 Uhr werde ich meine Arbeitsweise vorstellen.

Auszug aus der Pressmitteilung:
„Wilholt malt gegenstandslos, in lasierenden Schichten. Tiefe und Form entstehen, bauen sich auf, wachsen. Dieser intuitive Entstehungsprozess eines Bildes dauert nicht selten einige Wochen. Durch das langsame Wachsen der Bilder entstehen große Subtilität und buchstäbliche Vielschichtigkeit. Die Künstlerin arbeitet stets seriell, in Variationen eines Themas. Innerhalb der Serien gibt es Wechselwirkungen, optische Korrespondenzen und inhaltliche Dialoge. Trotz der oft vollständigen Abstraktion ergeben sich Spuren des Werdens, die an organische Strukturen erinnern, und sich doch an den Grenzen des Sichtbaren bewegen.

Auf die Frage, wie unser modernes Leben und seine kulturellen Ausdrucksformen vor dem Hintergrund des Klimawandels noch zu rechtfertigen sind, hat die Malerin als Antwort zu einer Art minimalistischer Rückkehr zu den Wurzeln der Farbproduktion und Gestaltung gefunden. Diese zeigt sich vom Bau des Malgrunds aus unbehandeltem Holz und Leinwand bis hin zur selbst hergestellten, klassischen Eitempera unter Verwendung von natürlichen Zutaten und Pigmenten.

Während ihrer „Artist Residencies“ 2019 (Ou Gallery, Duncan) und 2020 (Saltspring Arts Council) hat Claudia Wilholt sich mit kanadischen Künstler:innen darüber ausgetauscht, wie sich Farbpigmente aus natürlichen Ressourcen selbst gewinnen lassen.

Für Wilholt ist die Ausstellung eine Art Heimspiel. Sie hat Bildende Kunst an der Universität Osnabrück studiert.“

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung noch bis zum 28. Mai 2022 jeweils Freitags (14-18 Uhr) und Samstags (10 bis 14 Uhr) zu sehen.